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09.08.17 - Meilenstein: Gallier reichen Förderantrag ein
Betrifft: Fussball - alle Mannschaften

Als am vergangenen Samstag, um 15:45 Uhr der Schiedsrichter die schwere Auswärtspartie in Amberg beendete freuten sich unsere Jungs tierisch über den zweiten Auswärtssieg in Folge. Nach dem 1:2 Sieg in Hof gelang es uns beim zweiten ehemaligen Regionalligisten in Amberg nochmal genau dieses 1:2 Ergebnis heimzufahren. Auch in Amberg war es ein hartes Stück Arbeit, da wir im Laufe des Spiels einige Hochkaräter liegengelassen haben. Als in den letzten Minuten Amberg alles nach vorne warf musste dann zweimal unser Keeper Marcel Wehr in höchster Not eingreifen, aber dies machte er mit Bravour und verteidigte damit den verdienten Sieg. Mit mittlerweile 8 Punkten befinden wir uns damit im oberen Mittelfeld der Tabelle was wir am kommenden Freitagabend beim Derby gegen den starken FC Sand möglichst weiter verbessern möchten. Dazu dann aber im Kürze nochmal mehr.

Jetzt möchten wir aktuell nochmal auf ein anderes Thema eingehen, das uns mittlerweile seit über zwei Jahren intensiv beschäftigt. Wie bereits mehrfach berichtet haben ja die Grabfeld Gallier vom TSV 1923 Großbardorf e.V. eine Projektskizze entwickelt, um die Fußballanlage in Bardorf nochmals zu erweitern und zu einem Fußball-Förderzentrum (FFZ) für die Region auszubauen.

„Wir haben in den letzten beiden Jahren sehr viele Ideen entwickelt und nach und nach so vielen Menschen bzw. politischen Gremien vorgestellt. Nun sind wir froh, dass jetzt vorerst mal der wichtigste Schritt getan ist und der umfangreiche Förderantrag für die LEADER-Fördergelder auf dem Weg nach München ist“, so Andreas Lampert vom Gallier-Management. Am gestrigen Dienstag hat der 1. Vorsitzende des TSV 1923 Großbardorf e.V. Klaus Lemmer die letzte Unterschrift unter den LEADER-Förderantrag gesetzt und den gesammelten Ordner mit allen benötigten Unterlagen in dreifacher Ausfertigung im Landratsamt an Frau Ursula Schneider (Regionalmanagerin Landkreis Rhön-Grabfeld) und Frau Christina Leutbecher (LAG-Management) übergeben. Jetzt heißt es auf den hoffentlich positiven Bewilligungsbescheid aus München zu warten, um dann in diesem Herbst zumindest die erste Bauphase mit Bau des 60x60m großen Kunstrasen-Trainingsplatzes abgeschlossen zu haben. Spätestens im Frühjahr 2018 soll dann der neue Zeltplatz und die komplette Einfriedung der Anlage und damit das Projekt baulich abgeschlossen sein und im Sommer 2018 pünktlich zum 95-jährigen Vereinsjubiläum mit einem großen Fest eingeweiht bzw. seiner Bestimmung übergeben werden.

Fakten zum Ausbau der Fußballanlage zum FFZ:
- Gesamtinvestition ca. 500.000 € für folgende geplante Baumaßnahmen:
o Kompletter Neubau eines zusätzlichen Kunstrasen-Trainingsplatz 60x60m auf vorhandenem Vereinsgelände
o Kompletter Neubau eines Zeltplatzes mit fest installierten Zelten auf vorhandenem Vereinsgelände
o Lückenschluss bzw. komplette Einzäunung der gesamten Fußballanlage
- Geplante Finanzierung der Baumaßnahme wie folgt:
o 180.000 € LEADER-Mittel (EU-Förderprogramm des Staatsministeriums für ländliche Regionen) - BEANTRAGT
o 75.000 € Landkreis Rhön-Grabfeld - ZUGESAGT
o 75.000 € Gemeinde Großbardorf - ZUGESAGT
o Rest Eigenmittel und Eigenleistung TSV Großbardorf

„Es waren intensive Gespräche und bei solchen Summen natürlich auch viel Überzeugungsarbeit nötig, um diesen Meilenstein für die Region und unseren Verein auf den Weg zu bringen. Wir möchten uns hier vor allem für die Unterstützung aus dem Landratsamt bei Frau Schneider und Frau Leutbecher bedanken und für die breite Zustimmung aus den fördernden Gremien, wie der LEADER-Aktionsgruppe (LAG), dem Landkreis Rhön-Grabfeld mit Landrat Thomas Habermann und vor allem auch der Gemeinde Großbardorf mit Bürgermeister Josef Demar an der Spitze“, nennt Lampert die wichtigsten Förderer des Projektes. „Nicht zu vergessen natürlich der LEADER-Koordinator für Unterfranken Herr Wolfgang Fuchs, der uns stets mit Rat und Tat zur Seite stand, um die vielen Ideen in ein passendes Bild zu setzen. Und last but not least und das umso erfreulicher die direkte Unterstützung von vielen Freunden, Fans, Firmen, Vereinsmitgliedern und auch Nachwuchseltern“, so Lampert. „Die Gallier-Familie mit ihren vielen Förderern aber auch viele neue Firmen, Privatpersonen und Spendern hat bis heute einzigartiges geleistet, um den nicht unerheblichen verbliebenen Eigenanteil, den die Gallier am Projekt mittragen müssen, auf viele Schultern zu verteilen“, erklärt Lampert. „Am 13.05., dem letzten Spieltag der vergangenen Saison, haben wir ja bereits über 30 Spendern ihren Gallier-Schal als kleine Anerkennung überreicht, als wir bereits 29.000 € an Spendengeldern beisammen hatten. Heute können wir schon auf knapp über 40.000 € blicken, die auf unserem Spendenkonto eingegangen sind und die Unterstützung die wir aus der Region erfahren dürfen, ist weiter ungebrochen“, so Lampert stolz.
Im kommenden Spätherbst, mit der geplanten Fertigstellung der ersten Bauphase, werden wir eine große Spendentafel am Sportgelände enthüllen, auf der wir allen Spendern und Förderern entsprechend danken bzw. diese darstellen. Alle Infos zum Projekt und zur Spendenmöglichkeit findet man weiterhin auf unserer eigens eingerichteten Internetseite zum FFZ unter unserem Slogan www.hier-waechst-fussball.de. (Spenden-Treuhandkonto: TSV Grossbardorf, Volksbank Raiffeisenbank Rhön-Grabfeld eG, IBAN DE09 7906 9165 0205 0052 80)

„Wir haben uns in den letzten 20 Jahren zu einem der nachhaltigsten Ausbildungsvereine Unterfrankens und vielleicht sogar Bayerns entwickelt und diesem Anspruch wollen wir auch mit unserem neuen Projekt Rechnung tragen. Wir garantieren allen Partnern und Förderern, dass wir, wie auch in den vergangenen Jahren oder sogar Jahrzehnten, vertrauensvoll und seriös mit ihrem Spenden- und Sponsorengeld umgehen, denn wir wissen, dass es ohne diese breite Unterstützung für uns hier in der Region nicht möglich wäre auf diesem Niveau Spitzenfußball im Herren- und vor allem im Nachwuchsbereich anzubieten“, bedankt sich Lampert nochmals bei den Spendern und Förderern.
„Viele Jungs die durch unseren Nachwuchs den Weg in unser Bayernligateam oder sogar noch weiter nach oben schafften zeugen davon, dass der Weg über Bardorf nicht der Schlechteste ist. Ob ein Johannes Geis oder aktuell jetzt z.B. wieder Florian Dietz aus Strahlungen und Maximilian Weiß aus Fladungen. Beide kamen über unseren Nachwuchs ins Leistungszentrum des FC Carl Zeiss Jena und haben diese Saison aus der U19 den Sprung in den Drittliga-Profikader in Jena geschafft, was vielleicht nicht das Ende der Fahnenstange ist“, so Lampert. „Natürlich wissen wir auch um die Problematik für benachbarte Vereine, wenn starke Nachwuchsspieler bereits in jungen Jahren zu uns wechseln, aber auch wir kennen diese Situation ja 1:1, wenn einige dieser Spieler dann auch nochmal einen Schritt nach weiter oben schaffen nur zu gut“, erklärt Lampert. „Wir versuchen aber auch hier die Kommunikation stets hochzuhalten bzw. zu verbessern, sehen aber alles immer sehr langfristig und da ganz sicher am Ende als WinWin Situation für alle. Oft kommen eben diese sehr gut ausgebildeten Spieler wieder mal zu ihren Heimatvereinen oder anderen ambitionierten Vereinen der Region zurück und heben dort das Niveau und Engagement deutlich an, da sie es von Ausbildungsseite her eben auch so gewohnt sind sich zu engagieren und einiges zu opfern“, meint Lampert. „Und auch generell für die Region oder auch die Wirtschaft und Firmen sehen wir als extrem wichtig, solche Leuchtturmprojekte wie die Ausbildung bei uns zu unterstützen. Viele Spieler die bei uns engagiert ihrer Fußball-Leidenschaft frönen bleiben der Region eben vielleicht eher erhalten, als welche die im privaten Umfeld weniger engagiert sind“, sieht Lampert weitere Aspekte. „Auch bei der Entscheidung für Studienorte oder Berufswege spielt es eine Rolle, wenn Spieler weiter ihrem Hobby und dem Spitzenfußball treu bleiben wollen. Somit haben wir einen weiteren Ansatzpunkt warum Gallier generell eher heimatnahe Ausbildung oder Studium bevorzugen, denn so können sie weiter bei uns Fußball spielen, wie es aktuell ja viele Spieler unseres Bayernligakaders tun. Dies alles steigert natürlich ungemein die Chancen, dass diese Spieler später auch hier einen Job suchen, Familie gründen und ihren Lebensmittelpunkt sehen und nicht in die Ballungszentren abwandern“, hofft Lampert abschließend.
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Klaus Lemmer bei der Übergabe der Antragsunterlagen mit Frau Leutbecher (links) und Frau Schneider (rechts)

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Klaus Lemmer bei der Unterzeichnung des LEADER-Förderantrages

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einige Spender beim Heimspiel am 13.05.2017

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Fußballanlage Großbardorf Altbestand mit geplanten Neubauten